|
Buchenhackschnitzel
Biomasse - Biomasse ABC
A | B | C | D | E |
F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W
| X | Y | Z
--------------------------------------------------------------------------------
Asche
Fester Rückstand aus der Verbrennung von Festbrennstoffen.
--------------------------------------------------------------------------------
Biomasse
Biomasse kann in fester, flüssiger oder gasförmiger Form vorkommen
und wird zur Energie (Wärme, Kälte, Strom) und Treibstoffgewinnung
(Biodiesel, Pflanzenöle,...) genutzt. Zur festen Biomasse zählen
neben der holzartigen Biomasse (z.B. Waldrestholz in Form von Scheitholz
oder Hackgut, Sägerestholz, Holzpellets, Rinde, behandeltes und unbehandeltes
Altholz, Holz aus Kurzumtriebspflanzen) auch die halmgutartigen Brennstoffe
wie beispielsweise Stroh, Getreideganzpflanzen, Chinaschilf und Energiepflanzen.
Flüssige Biomasse sind Öle (z. B. Rapsöl, Sonnenblumenöl,...),
die z.B. zu Treibstoffen (Biodiesel, Pflanzenöle,...) weiterverarbeitet
werden. Gasförmige Biomasse wird als Biogas bezeichnet und ist ein
Vergärungsprodukt bei der Vergärung von (fester und flüssiger
Biomasse (Mais, Gülle, ...). Biogas wird durch motorische Verbrennung
zu Nutzenergie (Wärme, Strom) umgewandelt.
Brennwert
Der Brennwert ist die bei einer Verbrennung maximal nutzbare Wärmemenge,
wenn es auch zu einer Kondensation des im Abgas enthaltenen Wasserdampfes
kommt, bezogen auf die Menge des eingesetzten Brennstoffs. Siehe auch
Heizwert.
--------------------------------------------------------------------------------
CO2-neutral
Bei der Verbrennung von Biomasse wird nur jene Menge CO2 in die Atmosphäre
freigesetzt, die zuvor von der Pflanze aus der Atmosphäre entnommen
wurde.
--------------------------------------------------------------------------------
Drehrostfeuerung
Bei dieser Art der Feuerung gelangt der Brennstoff von unten (Unterschub)
oder seitlich (Einschub) auf einen rotierenden Rost. Das Ergebnis ist
ein sehr ruhiges Brennstoffbett, wodurch optimale Vergasungsbedingungen
gewährleistet werden. Der Ausbrand der Gase erfolgt meist in einer
nachgeschalteten Nachbrennkammer. Nach vollständigem Ausbrand wird
die Asche abgeworfen und mittels Entaschungssystem aus dem Brennraum transportiert.
--------------------------------------------------------------------------------
Erneuerbare Energie
Energie (= Wärme, Kälte, Strom) aus Energieträgern, die
sich ständig erneuern bzw. nachwachsen (Wind, Sonne, Wasser, Biomasse,
Erdwärme).
Energiepflanzen
Pflanzen, aus denen mit Hilfe verschiedener Umwandlungsprozesse (Vergärung,
Ölgewinnung, Verbrennung, Umesterung etc.) Energie (Wärme, Kälte,
Strom) bzw. Treibstoffe (Biodiesel, Pflanzenöle,...) gewonnen werden
können. Dazu zählen z.B. Ölpflanzen (Raps, Sonnenblume)
oder gut vergärende Pflanzen (Mais) bzw. Kurzumtriebspflanzen (Weiden,
Miscanthus,...).
--------------------------------------------------------------------------------
Feuerungsanlagen sind Einrichtungen zur Gewinnung von Nutzwärme für
die Raumheizung und Warmwasserbereitung bzw. Prozesswärme durch Verbrennung
von festen, flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen.
Flugasche ist
die im Bereich der Züge und des Wärmetauschers anfallende Asche
in einer Feuerungsanlage
--------------------------------------------------------------------------------
Grob- oder Rostasche ist die im Verbrennungsteil (Rost) der Feuerungsanlage
anfallende Asche. In der Grob- und Rostasch finden sich neben den festen
Verbrennungsrückständen auch mineralische Verunreinigungen des
Brennstoffes (z.B. Sand, Erde, Steine).
--------------------------------------------------------------------------------
Hackgut
Maschinell zerkleinertes Holz mit und ohne Rinde mit einer maximalen Stücklänge
von ca. 100 mm.
Heizwert
Der Heizwert ist die bei einer Verbrennung maximal nutzbare Wärmemenge,
bei der es nicht zu einer Kondensation des im Abgas enthaltenen Wasserdampfes
kommt, bezogen auf die Menge des eingesetzten Brennstoffs. Siehe auch
Brennwert.
--------------------------------------------------------------------------------
Industriepellets
Holzpellets für Kleinfeuerungsanlagen bestehen aus gepressten Sägereststoffen,
wie z. B. Spänen oder Säge-mehl. Ein Kilogramm Pellets hat einen
Heizwert von ca. 5 kWh, dies entspricht ungefähr einem halben Liter
Heizöl. Neben dem bestehenden Angebot an genormten Pellets (nach
ÖNORM M7135 bzw. DIN plus) gibt es auch so ge-nannte Industriepellets.
Die Produktion dieses Brennstoffes unterliegt aufgrund seiner Verwertung
in großen Feuerungen mit geeigneten Fördersystemen im Gegensatz
zu herkömmlichen Pelletöfen nicht den strengen Normen der Pelletproduktion
und ermöglicht daher geringere Produktionskosten. Der Einsatz von
Industriepellets ist auch in Hackschnitzelheizungen möglich. Industriepellets
haben im Vergleich zu Holzpellets für Kleinfeuerungsanlagen einen
höheren Durchmesser (10-12mm) und sind nicht so hart gepresst. Der
Einsatz von Industriepellets ist wie der Name schon sagt
der Industrie vorbehalten. Der Konsument (Endverbraucher) hat keinen Zugang
zu Industriepellets. Folglich sind Industriepellets auch nicht über
den Brennstoffhandel erhältlich.
Industriehackgut
Darunter wird holzartiges Hackgut mit der Ausnahme von Waldhackgut und
Hackgut aus Altholz bezeichnet. Es handelt sich um Neben- und Abfallprodukte
aus den einzelnen Stufen der Holzbe- und Holzverarbeitung, welche behandelt
(enthalten oft Kleb-, Imprägnier- und Farbstoffe) oder unbehandelt
sein können.
--------------------------------------------------------------------------------
Jahresnutzungsgrad
Verhältnis zwischen nutzbarer Energie für die Heizung (und ggf.
Warmwasserbereitung) und der dafür eingesetzten Endenergiemenge.
Im Gegensatz zum Wirkungsgrad berücksichtigt der Jahresnutzungsgrad
verschiedene, mit unterschiedlichen Verlusten behaftete Betriebszustände
über das gesamte Jahr. Während der Nutzungsgrad des Kessels
nur die Kesselverluste berücksichtigt, beinhaltet der Nutzungsgrad
der gesamten Heizanlage zusätzlich die Verluste der Wärmeverteilung.
--------------------------------------------------------------------------------
Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)
Bei einer mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) betriebenen Energiewandlungsanlage
wird sowohl die bei der chemischen oder physikalischen Verwertung (Verbrennung,...)
von Energieträgern entstehende thermische Energie (Wärme) als
auch die die durch Energieumwandlung erzeugte elektrische Energie genutzt.
--------------------------------------------------------------------------------
Lignin
Ein hochpolymerer, aromatischer Pflanzenstoff, der in verholzenden Pflanzen
die Räume zwischen den Zellmembranen ausfüllt und zu Holz werden
lässt (Lignifizierung bzw. Verholzung). Auf diese Weise entsteht
ein Mischkörper aus druckfestem Lignin und zugfester Zellulose.
Luft
Für jeden Verbrennungsprozess ist Luft, genau genommen der Sauerstoff
der Luft, erforderlich.
Luftverhältnis
Um eine vollständige Verbrennung des Brennstoffes zu gewährleisten,
ist mehr Luft zuzuführen als theoretisch er-forderlich ist. Damit
wird sichergestellt, dass für alle brennbaren Bestandteile hinreichend
Sauerstoff zur Verfügung steht.
--------------------------------------------------------------------------------
Miscanthus, Chinaschilf
Mehrjähriges, aus Ostasien stammendes, Wärme liebendes Gras,
mit hohem Ertragspotential, das eine Höhe von bis zu 4 m erreicht.
Miscanthus findet wegen seines hohen Brennwertes und seiner günstigen
Kohlendioxid-Bilanz zu-nehmende Verwendung als Brennstoff zur Energiegewinnung
in Biomassefeuerungsanlagen.
--------------------------------------------------------------------------------
Nahwärme
Nahwärme ist die Lieferung von Wärme zwischen Heizzentrale (Heizraum)
und Gebäuden zur Wärmeversorgung (Heizung und Warmwasser), wenn
die Wärmelieferung im Vergleich zur klassischen Fernwärme nur
über verhältnismäßig kurze Strecken (Wärmenetze)
führt.
Nachwachsende Rohstoffe
Nachwachsende Rohstoffe sind land- und forstwirtschaftlich erzeugte Produkte,
die einer Verwendung im Nichtnahrungsbereich zugeführt werden, zB
zur Energiegewinnung.
--------------------------------------------------------------------------------
Oxidation
Chemischer Vorgang, bei dem Moleküle mit Sauerstoff eine chemische
Reaktion eingehen, selbst zu anderen Molekülen umgewandelt werden
und gleichzeitig Energie (z.B. Wärme) freisetzen. Alle Verbrennungen
sind Oxidationsvorgänge.
--------------------------------------------------------------------------------
Pellets
Pellets werden in einem speziellen Fertigungsverfahren aus naturbelassenen
Spänen der Holzverarbeitungsindustrie hergestellt, wo sie unter hohem
Druck zu harten Holzpellets verdichtet werden. Holzpellets sind ihre Beschaffenheit
betreffend nach ÖNORM M7135 bzw. DIN plus genormt.
--------------------------------------------------------------------------------
Qualitätsbrennstoff
Brennstoff, dessen Zusammensetzung sowie chemische und physikalische Eigenschaften
den Anforderungen diverser Normen unterliegen (z.B. Holzpellets ÖNORM
M 7135 bzw. Din Plus oder Hackgut nach ÖNORM M 7133).
--------------------------------------------------------------------------------
Regenerative Energie
Energieträger und -formen, die sich ständig auf natürliche
Weise erneuern
Raummeter (Rm)
In der Forst- und Holzwirtschaft übliches Maß für 1 Kubikmeter
aufgesetztes oder geschichtetes Holz unter Ein-schluss der Luftzwischenräume.
--------------------------------------------------------------------------------
Stückholz,
Scheitholz Stückholz (Scheitholz) ist für die unmittelbare Verwendung
in handbeschickten Feuerungsanlagen gedacht und stammt meist direkt aus
dem Wald. Nach dem Schlagen hat das Holz einen Wassergehalt von ungefähr
45 bis 60 Gewichtsprozent, weshalb es ca. 1-2 Jahre trocknen und einen
Wassergehalt von etwa 20 25 Gew.% erreichen soll, bevor es für
die Verbrennung genutzt wird.
Schüttraummeter
Maßeinheit für 1 Kubikmeter geschütteter Holzteile (z.B.
Hackgut).
Stirlingmotor
Der Stirlingmotor ist eine Wärmekraftmaschine zur Umsetzung von Wärme
in mechanische Arbeit. Der Stirlingmotor ist ein Heißgasmotor, in
dem ein Arbeitsgas (z.B. Helium, Luft,...) in einem geschlossenen Arbeitsraum
erwärmt wird, Volumsänderungsarbeit auf einen Arbeitskolben
überträgt und in mechanische Arbeit umsetzt. Das Gas wird danach
abgekühlt und wieder komprimiert. So entsteht ein Kreisprozess.
--------------------------------------------------------------------------------
Treibhauseffekt, natürlich
In der Erdatmosphäre bewirken Treibhausgase wie Wasserdampf, Kohlenstoffdioxid
und Methan seit Bestehen der Erde einen Treibhauseffekt, der entscheidenden
Einfluss auf das Klima hat. Diese Treibhausgase lassen den kurzwelligen
Anteil der Sonnenstrahlung durch, absorbieren jedoch die langwellige Wärmestrahlung,
die von der Erdoberfläche in die Atmosphäre zurückgestrahlt
wird. Ohne diesen natürlichen Treibhauseffekt würde die durchschnittliche
Temperatur der Erdoberfläche bei -18°C statt bei +15°C liegen.
Treibhauseffekt, anthropogen
Die durch den Menschen bedingte Veränderung der Konzentration der
Treibhausgase in den letzten 100 Jahren (CO2 um 20 %, Methan um 90 %)
führt zu einer Erhöhung der globalen Durchschnittstemperatur.
T3-Regel
Eine gute Verbrennungsqualität und niedrige Schadstoffemissionen
erfordern die Beachtung der so genannten T3-Regel: Temperature,
Time and Turbulance, d.h. ausreichend hohe Verbrennungstemperatur,
ausreichende Verweilzeit der Verbrennungsgase in der heißen Zone
sowie eine gute Turbulenz (Verwirbelung und Vermischung der Brenngase
mit dem Sauerstoff, der in ausreichendem Maße vorhanden sein muss).
--------------------------------------------------------------------------------
Unterschubfeuerung
Bei einer Unterschubfeuerung wird der Brennstoff mit einer Förderschnecke
von unten in eine Retorte ein- bzw. aufgeschoben. Ein Teil der Verbrennungsluft
wird als Primärluft im Bereich der Retorte eingeblasen. Dort erfolgt
Trocknung, pyrolytische Zersetzung und Vergasung des Brennstoffes sowie
der Ausbrand der Holzkohle. Der Ausbrand der Gase erfolgt in der anschließenden
Nachverbrennungskammer unter Zugabe von Sekundärluft.
--------------------------------------------------------------------------------
Verbrennung
Bei der Verbrennung wird die in den organischen (brennbaren) Bestandteilen
des Brennstoffes gebundene chemische Energie durch Oxidation mit Sauerstoff
in Wärme umgewandelt. Die anorganischen (nicht brennbaren) Bestandteile
des Brennstoffes finden sich in Form von Asche wieder.
--------------------------------------------------------------------------------
Waldhackgut
Waldhackgut ist direkt aus dem Wald stammendes, gehacktes Holz. Der Wassergehalt
bei frischem Hackgut be-trägt zwischen 40 und 60 Gew% der Frischsubstanz.
Durch die Bereitstellungskette erfolgt jedoch eine natürliche Trocknung
auf 25 35 Gew% FS. Die Beschaffenheit von Hackgut ist nach ÖNORM
M7133 genormt.
Wirkungsgrad
Der Wirkungsgrad einer technischen Anlage ist ein Maß für das
Verhältnis des erreichten Nutzens gegenüber dem eingesetzten
Aufwand oder auch das Verhältnis aus nutzbarer Energie (z.B. Wärme,...)
zu eingesetzter Energie (z.B. Heizwert des Brennstoffes). Der Wirkungsgrad
ist dabei vor allem ein Kriterium für die Güte eines Prozesses.
Wärmetauscher
Durch einen Wärmeübertrager - umgangssprachlich auch Wärmetauscher
- kann ein Medium Wärme an ein anderes Medium übertragen. Bei
einer (Biomasse-) Heizung wird die Wärme des Rauchgases z.B. im Wärmetauscher
an das Heizungswasser abgegeben und damit nutzbar gemacht.
--------------------------------------------------------------------------------
X-Motor
Bauart eines 4-Zylinder-Stirling-Motors siehe Stirling-Motor
--------------------------------------------------------------------------------
Yttriumkeramik
Yttriumkeramik ist ein Werkstoff der beispielsweise in Lambda-Sonden eingesetzt
wird. Eine Lambdasonde ist ein chemischer Sensor, der z.B. die Sauerstoffkonzentration
im Abgas misst (z.B. in Feuerungsanlagen oder in Kraftfahrzeugen). Durch
ihr elektrisches Signal ist es der angeschlossenen Regelelektronik möglich,
die Luftzufuhr so einzustellen, dass eine optimale Verbrennung stattfindet.
--------------------------------------------------------------------------------
Zentralheizung
Eine Zentralheizung sorgt für die Energieversorgung von Räumen
oder Gebäuden aus einer Heizzentrale (Heiz-traum). Als Übertragungsmedium
wird Wasser eingesetzt, das durch Rohrleitungen in die einzelnen Räume
transportiert wird, in denen dann Heizkörper, Fußboden- oder
Wandheizungen die Wärme an die Räume abgeben.
Zyklonabscheider
dienen zur Absonderung von in Gasen enthaltenen festen oder flüssigen
Partikel (zum Beispiel zur Abgasreinigung). Das Gas wird in eine Drehbewegung
versetzt. Die auf die Partikel wirkenden Zentrifugalkräfte beschleunigen
diese radial nach außen. Sie werden dadurch vom Gasstrom, der nach
innen abgesaugt wird, getrennt und abgeschieden
|